Kommentar zum Artikel in "Vesti" vom 26.11.2009
NG/GS Organisatorin und Gastgeberin des Jubiläumsempfangs mit Festakt war die Stiftung zur Förderung der Serbisch-orthodoxen Kirche. Durch die Veranstaltung geführt hat Stiftungsratspräsident Dr. Luka Müller- Studer. Die Feier wurde nicht - wie im Artikel fälschlicherweise behauptet – vom Erzpriester Drasko Todorovic durchgeführt.
Auch ist fälschlicherweise die Rede von einem Schisma („raskol“), was weder der Lehre der Orthodoxen Kirche noch der Wahrheit entspricht.
Dr. Markus Notter ist nicht Berater der Zürcher Kantonsregierung sondern deren Mitglied und Vorsteher der Direktion der Justiz und des Inneren.
Bischof Konstantin hat sehr wohl vom bevorstehenden Jubiläumsempfang gewusst und über Mittelsleute versucht, eine Einladung zu bekommen. Eigentlich unverständlich, wenn die Jubilarin, die Serbisch-orthodoxe Kirchgemeinde Hl. Dreifaltigkeit angeblich nicht existiert.
Die Ursache für die bereits über zehn Jahre andauernden „Missverständnisse“: die Nichtakzeptanz der schweizerischen Gesetzgebung, bzw. der in der Schweiz geltenden gesetzlichen Richtlinien für die Serbisch-orthodoxe Kirche. Diese Richtlinien haben sowohl Bischof Konstantin, als auch der Hl. Synod abgesegnet. Diesen Richtlinien zur Folge sind Kirchgemeinden nicht einfach ausgelöscht, wenn der zuständige Bischof dies behauptet.
Diese Richtlinien sind für die Kirchgemeinde Hl. Dreifaltigkeit verbindlich und daran hält sie sich. Integration heisst Akzeptanz der im Gastland geltenden Rechtsordnung. Das hat die Gründergeneration der Dreifaltigkeitsgemeinde bereits vor 40 Jahren erkannt und deshalb sind Justizdirektor Dr. Markus Notter als Vertreter der Zürcher Regierung und die hohen Repräsentanten der Landeskirchen gekommen, um die Gründergeneration und ihren Priester wegen dieser Haltung speziell zu würdigen. Wenn Bischof Konstantin diese Haltung nun als Obstruktion verurteilt, dann fehlt ihm das für seine Position notwendige Rechtsverständnis und er ist in der Diözese für Mitteleuropa mit ihren dem Rechtsstaat verpflichteten Ländern fehl am Platz.
Die Aussage von Botschafter Milan St. Protic, deren Authentizität vorausgesetzt, ist eine Desinformation, da seine Exzellenz sich im Vorfeld für den Festakt ausdrücklich angemeldet hatte.
