Skandalöser Besuch von S.E. Amfilohije,
des Metropoliten der orthodoxen Kirche von Montenegro
in der Schweiz
GS Vom 29.5. – 1.6.09 hat Metropolit Amfilohije von Montenegro, gleichzeitig Verweser des seit über einem Jahr im Krankenhaus weilenden Patriarchen Pavle, die Serbisch-orthodoxe Kirche in der Schweiz besucht. Dieser Besuch blieb weitgehend anonym. Die schweizerischen Medien erwähnten den Besuch mit keinem Wort. Das Besuchsprogramm des montenegrinischen Metropoliten, immerhin Stellvertreter des kirchlichen Oberhauptes der serbisch-orthodoxen Kirche, sah keine Begegnungen mit hohen Vertretern der schweizerischen Landeskirchen vor. Anscheinend hielt er dies für völlig überflüssig, denn noch einen Tag vor Antritt der Reise in die Schweiz hat sich die auch in Serbien und Montenegro nicht unumstrittene Persönlichkeit des Metropoliten in einer Predigt im montenegrinischen Herceg Novi dahingehend geäussert, dass Europa ohne Gott sei und nicht auf christlichen Werten beruhe (Politika, 30.5.09). Dabei wäre ein offizieller Dank der Serbisch-orthodoxen Kirche an den Bund und die schweizerischen Landeskirchen für die in Millionenhöhe geleistete Nothilfe (u.a. Suppenküchen) während und nach den Bürgerkriegen mehr als angebracht gewesen.
Von daher ist die Dreifaltigkeitskirchgemeinde in Zürich nicht unglücklich darüber, dass Metropolit Amfilohije einen grossen Bogen um die Muttergemeinde der Serbisch-orthodoxen Kirche in der Schweiz gemacht hat. Die Gemeinde ist Seiner Seligkeit Dr. Christophor, Erzbischof von Prag und Metropolit von Tschechien und der Slowakei, einem echten Freund der Serbisch-orthodoxen Kirche sehr dankbar, dass er anlässlich der Patroziniumsfeier nach Zürich gekommen ist und in der Dreifaltigkeitskirche zur Freude der Gläubigen und der geladenen Schweizer Gäste eine feierliche Pontifikalliturgie zelebriert hat.

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